Bildungsfestival 2017 – Jugend braucht Freiräume!

Auf dem Weg zu Jugendbildung und Jugendbeteiligung auf Augenhöhe! Am 18.-19. November in Lüneburg.

Das Teaser-Video wurde von unserer FSJlerin Charlotte produziert. 🙂 Musik siehe **

Ziel der zweitägigen Veranstaltung ist es euch als Ehrenamtliche und Hauptamtliche in der Jugendarbeit sowie aus Beteiligungs- und Bildungsprojekten zusammenzubringen und einen fachlichen wie auch persönlichen Austausch zu ermöglichen. Angesprochen seid ihr auch als Projekte oder Organisationen, wenn ihr eure Arbeit vorstellen wollt.

Bewusst versuchen wir, mit tollen Impulsen und eurer Beteiligung im Open Space Teil die Grenzen von kommunaler Partizipation, beruflicher und außerschulischer Bildung, sowie den Kontext Schule gemeinsam zu erkunden und Methoden und Organisationen kennenzulernen, so dass ihr direkt etwas für eure Arbeit vor Ort mitnehmen könnt. Wir freuen uns euch in das schöne Lüneburg einladen zu können. Durch unsere Kooperationspartner können wir die Kosten für euch gering halten. Das Essen vor Ort ist bei der Anmeldung bereits inklusive. Wir freuen uns auf euch.

Mit dabei, Impulse von tollen Projekten und Menschen!

GemueseAckerdemie
Jetzt direkt anmelden und dabei sein.
Methoden direkt ausprobieren.
Ideen spinnen.
Thema: Berufliche Bildung.
Abends Lüneburgs Kneipen entdecken.
Keynote mit Podiumsdiskussion.
Thema: Beteiligung.
Thema: Bildung.
Spannende Workshops
Drei Stunden Open Space in zwei Slots.
Leckeres veganes Essen.
Keynote von Erik Albrecht - Autor und Journalist (Generation Y)
Du gestaltest mit.
Gemeinsam Projekte entwickeln.

Programm

Wir werden das Wochenende gemeinsam mit einem kleinen Stadtspaziergang beginnen, der natürlich in einer der vielen Kneipen enden kann. Wer schon weiß, dass er bereits am Freitagabend in Lüneburg sein wird und daran teilnehmen möchte, kann dies bereits bei der Anmeldung angeben.

Samstag der 18. November 2017

Ab 9 Uhr
Ankommen und Anmeldung (gemütliches Kaffeetrinken)

Ab 10 Uhr
– Offizieller Start mit kurzer Begrüßung und Keynote
– Impulsworkshops I + II
– Gemeinsames Essen
– Open Space I + II
– Kurze Berichte aus den Sessions
– Gemütliches Abendessen

Wer noch die Kneipen unsicher machen möchte, den laden wir herzlich zu Kamingesprächen ab 19:30 Uhr ein.

Sonntag der 19. November 2017

Ab 9 Uhr
Kaffee und Ankommen

Ab 9:15
– Impulsworkshops III + IV
– Keynote +  kurze Podiumsdiskussion (offen für alle)
– Call to Action und Farewell

Ab 14 Uhr
Abreise + Fingerfood (auch zum Mitnehmen)

Ab 15 Uhr
Bei Interesse: Stadttour als Nachmittagsangebot.

Inhalt

Wir freuen uns, dass Erik Albrecht einen kurzen Impuls gibt zum Start des Bildungsfestivals. Er ist Autor des Buches: „Die heimlichen Revolutionäre: Wie die Generation Y unsere Welt verändert“ Mit seiner Suche nach dem, was Jugend gerade umtreibt, möchten wir versuchen die Perspektive zu wechseln und Bildung Neu zu denkenhttp://www.erik-albrecht.de

Da es um eure Themen, Ideen und Projekte geht, haben wir lange Grußworte, Eröffnungen und ermüdende Vorträge gestrichen! 🙂

Übersicht der Impulse:

Impulse sind kleine Workshops, die in der Regel nicht länger als 60 Minuten dauern und eine Methode oder Projekt vorstellen, in ein Thema einführen oder eine Frage diskutieren.

  • Vorstellung der GemüseAckerdemie (Kristina Kara)
  • Engagement neu denken (Johannes Richter von ProjectTogether)
  • Selbstbestimmtheit dank sozial-emotionaler Kompetenz (Katharina Hepke von Papilio)
  • Was geht?! Jugend macht Stadt (Silke Edelhoff – Stadtplanerin und Moderatorin)
  • Schulische und berufliche Bildung verändernFormate zur Kompetenzentwicklung (beWirken)
  • Erfolgreich Netzwerken (Phillip Diestel von VebBs)
  • Aktionsplan Jugend vor Ort des Kinderhilfswerks (Deutsches Kinderhilfswerk)
  • Analyse von Beteiligungsformen für Kinder und Jugendliche (Deutsches Kinderhilfswerk)
  • Aushandlung vs. strategische Planung von Freiräumen für Jugendliche (Elisa Ruhl aus Kiel)
  • Beispiele und innovative Formen der kommunalen Jugendbeteiligung (beWirken)

Im Detail…

1. Silke Edelhoff (Stadtplanerin und Moderatorin für Kinder- und Jugendbeteiligung; Mitarbeiterin der Leuphana Universität und Gründungsmitglied von JAS – Jugend Architektur Stadt e.V.)

Was geht?! Jugend macht Stadt

Stadt selber machen? Wie geht das, was geht, und was bringt’s den Jugendlichen und der Stadt? In dem Workshop gibt es Gelegenheit, sich hierzu auszutauschen sowie Projekte und Möglichkeiten kennenzulernen. Schließlich sollen gemeinsam Ideen entwickelt werden, was im jeweils eigenen Kontext der Workshop-Teilnehmer*innen (besser) gehen könnte.

Der Workshop bietet damit eine Mischung aus Inspiration, Information und Austausch. Silke Edelhoff bringt dazu Know-How aus eigenen Projekten des Vereins „ JAS – Jugend Architektur Stadt e.V.“ sowie Erfahrungen aus dem „Jugendforum Stadtentwicklung“ des Bundesbauministeriums und anderen Modellvorhaben ein.

2. Katharina Hepke (Papilio e.V.)

Kita-Präventionsprogramm Papilio-3bis6: Selbstbestimmtheit dank sozial-emotionaler Kompetenz

Die Kobolde Heulibold, Zornibold, Bibberbold und Freudibold helfen Kindern dabei zu selbstbestimmten Erwachsenen heranzureifen, die gesunde Entscheidungen treffen, anerkannte Mitglieder unter Gleichaltrigen sind und prosozial handeln. Die Kobolde verkörpern die vier Basisemotionen Traurigkeit, Wut, Angst und Freude und sind Teil eines Kita-Programms, mit dem Papilio einen Beitrag zur Prävention von Sucht und Gewalt bereits bei Drei- bis Sechsjährigen leistet. Natürlich werden Sucht und Gewalt nicht in der Kita thematisiert, vielmehr werden die emotionalen und sozialen Kompetenzen der Kinder spielerisch erhöht. WissenschaftlerInnen haben herausgefunden, dass wirksame und nachhaltige Prävention bereits in diesem jungen Alter ansetzen muss. Der Workshop bietet Einblicke in die Welt der Risiko- und Schutzfaktoren, die unser Aufwachsen beeinflussen und wie Ressourcen geweckt werden können.

3. Kristina Kara

Bildungsprogramm „GemüseAckerdemie“

Aktuellen Studien zufolge isst nur knapp jedes vierte Kind in Europa so viel Obst und Gemüse, wie die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt. Dabei gilt Übergewicht als eine der Hauptursachen für viele Krankheiten und knapp die Hälfte aller Lebensmittel in Deutschland wird weggeschmissen. Viele Menschen, insbesondere Heranwachsende, wissen heute kaum mehr etwas über die Produktion von Lebensmitteln. Das Bildungsprogramm GemüseAckerdemie bietet Schülerinnen und Schüler mindestens einmal pro Woche die Möglichkeit, den ganzen Kreislauf der Gemüseproduktion mitzuerleben und mitzugestalten: vom Säen, Unkraut jäten, Hacken und Mulchen, bis zum Ernten und Vermarktenkosten des selbst angebauten Gemüses. Darüber hinaus lernen die Schüler in kleinen Gruppen ohne Druck, erhobenen Zeigefinger und ganz von alleine wichtige Sozialkompetenzen wie Respekt und Teamarbeit kennen, sowie beispielsweise auch, langfristig Verantwortung zu übernehmen.

4. Deutsches Kinderhilfswerk

Analyse von Beteiligungsforen für Kinder und Jugendliche auf der kommunalen Ebene – Was wollen wir wissen?

Ein Impulsworkshop über ein laufendes Forschungsprojekt im Rahmen der aktuellen Kinderrechte-Strategie des Europarates zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland. In dem Projekt sollen repräsentative Beteiligungsforen auf kommunaler Ebene (Jugendparlamente, Kinder- und Jugendbeiräte, Jugendgemeinderäte usw.) analysiert werden. Zur Diskussion wird u.a. stehen, welche Faktoren bei einer Wirkungsanalyse von Beteiligungsforen beachtet werden sollte.“

5. Deutsches Kinderhilfswerk

Aktionsplan „Jugendbeteiligung vor Ort“

Das mehrjährige Projekt der kommunalen Jugendbeteiligung, welches aus übergreifenden bundesweit angelegten Aktivitäten einerseits, sowie aus Kooperationsprojekten mit Modellkommunen andererseits besteht – beide Bereiche greifen ineinander – wird eingangs in seinen Grundzügen vorgestellt. Im Workshop diskutiert und erarbeitet werden können Möglichkeiten und Schwierigkeiten kommunaler Jugendbeteiligung, noch fehlende Bausteine im Aktionsplan, sowie in einem nächsten Konkretisierungsschritt auch die Wirksamkeit spezifischer Instrumente der Jugendbeteiligung.

6. Johannes Richter (ProjectTogether gUG )

Engagement neu denken – Wie kann Engagement wieder attraktiver für Jugendliche werden?

Während traditionelle Formen des Engagement wie in Verbänden oder Parteien zurückgehen, wollen immer mehr Jugendliche selber aktiv werden, und gesellschaftliche Herausforderungen anpacken. Mit ProjectTogether unterstützt Johannes junge Menschen, ihre eigenen sozialen Initiativen zu starten und erlebt täglich, wie wichtig Selbstwirksamkeit für die Generation Y ist.

Die Vorteile von eigenen Initiativen liegen auf der Hand: Ich kann mich individuell einem von mir definierten Thema widmen und ungebremst mein Projekt vorantreiben. Auf der anderen Seite bieten bestehende Organisationen Vorteile wie Know-How, Netzwerk und finanzielle Mittel.

Gemeinsam wollen wir diskutieren, wie wir Brücken zwischen diesen beiden Formen des Engagements bauen können, um die jeweiligen Stärken zu kombinieren und soziale Innovationen zu erschaffen.

7. Elisa Ruhl (Dissertation zu Zugängen, Prozessen und Effekten der Spielleitplanung aus einer praktisch-orientierten Perspektive, Aushandlung Jugendlicher in urbanen Räumen)

Aushandlung vs./in Strategischer Planung

Sarah und Ben machen gern ihr Urban Workout an den Sitzstufen am Landtag. Das sollte man fördern, beschließt die Stadt Kiel und schlägt vor, dort ein Schild aufzustellen, das für alle darstellt und erlaubt, dass an diesen Sitzstufen gutes Sprungtraining durchgeführt werden kann. Sarah und Ben trainieren hier nun nicht mehr…

Kinder und Jugendliche handeln über ihr Spiel- und Bewegungsverhalten in der Stadt ständig aus, wo Grenzen zwischen öffentlich/privat verlaufen und wie der öffentlichen Raum mit anderen geteilt, benutzt und verändert werden kann und darf. Planungsinstrumente wie die Spielleitplanung wollen diese Aushandlungs- und Aneignungstätigkeiten fördern – jedoch zeigen diverse Fallbeispiele, dass eine strategische Förderung dieser Aktivitäten die Aushandlungen des Raums stark verändert, verschiebt oder sogar einfriert.

Anhand der mitgebrachten Fallbeispiele soll zusammen diskutiert werden, wie sich Aneignungstätigkeiten unter dem Primat der Planung verändern und wie Stadt und Jugendliche in einem partnerschaftlichen Verhältnis Freiraum und dessen Nutzung aushandeln könnten.

Wie der englische Name schon sagt, geht es hier um einen Freiraum, den wir gemeinsam vor Ort füllen. Bringt eure Themen und Fragen mit. Zu Beginn führen wir kurz in die Methode ein und danach seid ihr gefragt. Gemeinsam werden Ideen und Themen vor Ort gesammelt und dann eine Agenda aufgestellt.

Es hat alles Platz, was mit dem Thema der Veranstaltung zu tun hat. Eine kollegiale Fallberatung, genauso wie eine politische Diskussion, ein Warm-Up ausprobieren oder dein Projekt, was du schon immer vorstellen wolltest.

Was sonst noch interessant ist…

Veranstaltungsort:

Die Tagung findet statt in den tollen Räumen der Leuphana Universität Lüneburg (Rotes Feld). Diese ist Fußläufig in 5-10 Minuten vom Bahnhof und von der Innenstadt zu erreichen. Alle Workshops, die Keynote und das Essen werden zentral dort stattfinden. Die Kneipentour oder Kamingespräche finden in der Innenstadt ca. 10 Minuten zu Fuß statt.

Verpflegung:

Das Essen am Samstag und Sonntag sind bereits in deinem Teilnehmer*innenbetrag enthalten und sind regional sowie vegan hergestellt.

Wir können schon so viel verraten: Es wird lecker.
Wenn du dir schon mal Inspiration holen willst, hier gibts mehr Infos zu Loving Hut, die uns mit ihren tollen Kreationen bekochen werden. www.loving-hut.de

Anfahrt & Übernachtung:

Eure Anfahrt und Übernachtung organisiert ihr selbstständig. Gerne können wir euch aber helfen, wenn ihr Fragen habt oder Unterstützung braucht.

Wenn ihr euch anmeldet, bekommt ihr eine Einladung in eine Kommunikationsgruppe, dort können auch Fahrgemeinschaften oder Unterkünfte vermittelt werden. Ansonsten können wir euch die Jugendherberge empfehlen oder das Seminaris Hotel.

Mehr Unterkünfte gibt’s unter: http://www.lueneburg.info/de/uebernachten/

Bist du dabei? – Hier kannst du dich direkt anmelden.

Falls du noch Fragen hast, schreib Nora: bildungsfestival@bewirken.org

Die Partner*innen und Unterstützer*innen des Bildungsfestivals

startup_schwarz
logo 5.1 button trans schild_thumb

**Good For You by THBD https://soundcloud.com/thbdsultan Creative Commons — Attribution 3.0 Unported— CC BY 3.0