Neues Jahr, neuer Fokus, noch mehr Wirkung

Was beWirken anders macht und warum wir, zusammen mit euch, jetzt richtig loslegen.

Seit Mai 2017 ist beWirken offiziell gegründet und hat mit vielen tollen Ehrenamtlichen, Hauptamtlichen und Kooperationspartner*innen eine Wahnsinnszeit voller Ideen und Projekte hinter sich. Angetreten mit dem Ziel, etwas anders zu machen und jungen Menschen die Bildung und Kompetenzen für ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Für uns war es vor Kurzem an der Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen. Diese hat es in sich und ermutigt uns, jetzt so richtig loszulegen.

Fast 50 Workshops und Ausbildungen mit über 500 Teilnehmer*innen

Nachdem wir im letzten Jahr vom Unternehmen, über Kommunen, bis hin zur einzelnen Schule eine weite Bandbreite an Wirkungsfeldern bespielt haben, wollen wir uns nun fokussieren. Mit unseren bisher fast 50 Workshop-Formaten, Veranstaltungen und Ausbildungen mit über 500 Jugendlichen und jungen Erwachsenen Teilnehmer*innen, haben wir für uns eine erste Wirkungsbilanz gezogen. Das Ergebnis ist eindeutig. Die größte Wirkung erzielen wir dort, wo wir am nächsten an den Jugendlichen dran sind, also in der Schule. Somit werden wir unsere Angebote weiter auf Lehrer*innen, Schulen, Sozialarbeiter*innen und die Schüler*innen selbst fokussieren. Das wird kein einfacher Weg durch das finanzielle Problem und die Offenheit von Schule als System, aber wir haben tolle Menschen und Schulen getroffen, die sich auf den Weg machen wollen.

Schwerpunkt unserer Arbeit ist Schule

Der bisherige Schwerpunkt von beWirken waren Workshops, die wir direkt für junge Erwachsene entwickelt haben und modernen Lernmethoden wie Peer-to-Peer Learning, problemorientiertes Lernen und Projektarbeit nutzen. Diese stark an Design-Thinking und Lean Start-Up angelehnten Formate, bringen Jugendliche und Lehrende zum Umdenken. Sie können eine andere Art zu lernen und sich auszutauschen ausprobieren. Diese Angebote werden auch weiterhin im Zentrum unserer Arbeit stehen. Eine weitere Erkenntnis unserer bisherigen Arbeit ist, es braucht deutlich mehr als punktuelle Workshopangebote für Schulen. Wir müssen Schulen und Lehrende gemeinsam mit anderen tollen Organisationen und Menschen begleiten und unterstützen auf dem Weg in eine neue Lernwelt.

Digitalisierung, Inklusion, Intergration...

Schlagwörter wie Digitalisierung, New Work, Agiles Arbeiten, aber auch Inklusion, Integration und andere globale Herausforderungen treffen auf ein System Schule, dass sich zaghaft ausprobiert, anders zu werden. Viele tolle Lehrende und Schulen habe sich bereits auf den Weg gemacht. Andere wollen, wissen jedoch nicht wie. Hier setzen wir an und werden mit unseren Workshops, aber auch mit vielen Qualifizierungsangeboten für Lehrende diese Entwicklung fördern.

Erste Ansätze diesen Prozess mit Material, Trainer*innen und anderen Hilfestellungen zu unterstützen, haben wir bereits erfolgreich umgesetzt. Mit den über 30 Trainer*innen die wir seit 2017 in einer 5-moduligen Ausbildung geschult haben, können wir an Schulen bundesweit tätig werden. Auch haben wir bereits Lernvideos und Unterrichtsmaterial getestet, wie beispielsweise unsere „Challenge in a Box“, die mit Design-Thinking Elementen hilft, Projekte auf die Beine zu stellen.

Mehr Angebote für Schulen, Lernende und Multiplikator*innen

Je intensiver und länger die Angebote sind, desto mehr wirken sie. Das merken wir, sowohl bei unseren Trainer*innen, die wir ausbilden, als auch an den Schulen, mit denen wir über Monate zusammenarbeiten und eine Schul-Projekt Challenge durchführen. Trotzdem braucht es auch die vielen kleinen Impulse, offenen Angebote, Lernmaterialien und Unterstützung fürs Selbermachen. Deshalb werden wir 2019 neben der Suche nach neuen Kooperationen, verstärkt auf die Begleitung von Schulen, sowie niedrigschwellige Unterstützung von Lehrenden, Pädagogen und Lehramtsstudierenden setzen.

Unsere Wirkungslogik und Roadmap als Organisation

Als das Gründungsteam 2016 die ersten Konzepte ausarbeitete, um beWirken ins Leben zu rufen, war klar: wir wollen nicht nur mit unseren Zielen und Vision Gemeinwohl orientiert sein, sondern auch mit unserer Rechtsform und unserem Geschäftsmodell. Deshalb sind wir nach deutschem Steuerrecht gemeinnützig. Jedoch keine gGmbH, sondern die kleine Schwester davon, also eine gUG. Diese Struktur hat sich bis heute bewährt und wir würden auch anderen Gründer*innen diese Rechtsform empfehlen. Im Jahr 2019 wollen wir diese Struktur um einen Förderverein ergänzen, um unser Netzwerk zu vergrößern und die finanzielle Verantwortung auch auf viele Mitglieder und Teilhaber*innen zu verteilen.

Als Sozialunternehmen oder Social-Startup haben wir das Ziel, Menschen und Organisationen durch unser Handeln und unsere unternehmerische Tätigkeit zu begleiten und Gesellschaft zu verändern. Natürlich geht das nicht ohne Ressourcen. Die kommen bei sozialen Projekten leider meistens aus privaten Fördermitteln oder öffentlichen Förderprogrammen, was zu einer Abhängigkeit von kurzfristigen Finanzierungen sorgt. Von Anfang an, waren wir auf der Suche nach Geschäftsmodellen, die diese Abhängigkeit und Förderlogik abschwächen. Denn nur so können wir Gutes tun und sind in unserer Projektgestaltung sowie finanziell unabhängig von Dritten.

Heute ist klar, für die Begleitung von Schule und Jugendlichen in ihrer Lernentwicklung gibt es außerhalb der klassischen Produkt- und Dienstleistungslogik, keinen Weg vorbei an öffentlichen und privaten Fördermitteln. Wir haben es bei Schulen mit einem lehrbuchhaften unfreien Markt zu tun. Doch deshalb sollte keine*r den Kopf in den Sand stecken, sondern die Ärmel hochkrempeln und loslegen. Das heißt für uns, dass wir versuchen Angebote zu finden, die nicht komplett von finanzieller Förderung abhängig sind. Dennoch brauchen wir für unsere Wirkungsziele große und zukunftsorientierte Förderpartner*innen und verantwortungsbewusste Schulträger*innen und Schulbehörden.

Zusammen können wir Großes beWirken

Wir sind dankbar, für die vielen tolle Impulse von euch sowie anderen Menschen und Organisationen. Vielen Dank für die bisher entstandenen Kooperationen bei Projekten und Veranstaltungen, wie bei unserem Bildungsfestival, das wir 2018 zum zweiten Mal durchgeführt haben. Wir brauchen euch alle, den Gedanken des Wandels weiterzutragen. Wenn ihr Lust habt mit Schulen und Jugendlichen zu arbeiten, unterstützt uns als Trainer*in. Wenn ihr im Schulkontext arbeitet und Lust habt euch auf den Weg zu machen, wir sind bereit und an eurer Seite. Zusammen können wir Großes beWirken.

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