Wie kann in Schulen besser gelernt werden?

Das heutige Schulsystem hinkt hinterher

Das Schulsystem ist altmodischer denn je und hinkt total den aktuellen Forschungen hinterher. In diesem Beitrag möchte ich Euch einige Erkenntnisse aus der Forschung zum Thema Bildung vorstellen. Dies beinhaltet auch neue digitale Einflüsse (digitale Tools und Ideen von Startups). Nach Meinung des Autors sollte das Bildungssystem modernisiert bzw. umstrukturiert werden, damit dieses die Lernenden auf die heutigen und künftigen Herausforderungen gut vorbereitet.

Wie geht Lernen besser und gehirn-gerechter?

Das Hauptaugenmerk in Bildungseinrichtungen sollte auf dem “Wie man lernt” liegen. Dies beinhaltet welche Lerntechniken und Medien die richtigen für den jeweiligen Anwendungsfall sind. Diese befähigen (durch Methodenkompetenz und Motivation) die Lernenden im besten Fall zum selbständigen Lernen.

 

Methoden-, Medienkompetenz und Lerntechniken sollte zentraler Dreh und Angelpunkt in Schulen sein! Wissen sollte gehirn-gerecht, wie zum Beispiel nach Vera F. Birkenbihl vermittelt werden. Dazu sollte stärker in Projekten gearbeitet werden, damit die Schüler mit Emotionen (durch Erfolge und Tiefschläge) besser lernen und somit selber Assoziationen knüpfen und sich somit das Wissen besser einprägen.

 

Die – gerade typisch deutsche – fehlerintolerante Einstellung sollte bereits im Bildungssystem spielerisch entgegengewirkt werden. Durch Tiefschläge in Projekten würden die Lernenden erfahren, dass dies in der Regel nicht schlimmes ist, sondern etwas Wertvolles.

Wie kam es eigentlich zu der Entwicklung des Bildungssystems?

Das heutige Bildungssystem beruht zu großen Teilen auf dem preußischen Bildungssystem. Bismarck führte dieses mit dem Ziel ein, einen einheitlichen Bildungsstand für die breite Bevölkerung zu etablieren. Auch heute pauken wir bis wir ein bestimmtes Level oder Abschluss erreicht haben (MSA, Abitur etc.). Es hat sich mittlerweile einer der wichtigsten Punkte geändert. Der allgemeine Zugang zu Informationen ändert alles! Zu Bismarcks Zeiten mussten Informationen  von Wissenden an Unwissende vermittelt werden, weil es keine anderen Kanäle gab. Wenn man sich die die Erkenntnisse aus der Gehirnforschung zum “mit Freude Lernen” anschaut von Gerald Hüther wird einem schnell klar, dass das unser Schulsystem, den derzeitigen Herausforderungen nicht gerecht wird. Es gibt auch Philosophen, wie Richard David Precht zum “Aufbau eines zeitgerechten Schulsystems”. Da Deutschland in der weltweiten Elite mitspielen möchte und wir intellektuelle Fachkräfte benötigen, sollte unser Bildungssystem auch mehr auf Förderung von individuellen Stärken ausgerichtet sein und nicht auf eine Vereinheitlichung, wie unter Bismarck. Positiv zu erwähnen ist, dass Deutschland im Wissenstransfer (Economic Complexity Index (ECI))  in der Welt den Platz 3 belegt. Hinter Japan und der Schweiz. Damit dies auch weiterhin so bleibt und wir eventuell wieder Platz 2 erreichen wie 2011 listete ich folgend Denkansätze und meine Erfahrungen als Design Thinking Trainer bei bewirken in Schulen auf.

Entgegen vieler Kritiker ist die Modernisierung eine strukturelle und organisatorische Frage. Vor allem der Lernmethodik und der Lehrorganisation sowie der Didaktik und nicht der Ressource bzw. des Personals.

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